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Irgendwann

Irgendwann hat sich die Anzahl der Arschlöcher
So oft potenziert das du mit zählen nicht mehr nachkommst
Und sich die paar ordentlichen Typen
Zu merken auch nicht mehr lohnt

Irgendwann hat dein Fernsehgerät
So oft, so viele Andere verrecken lassen
Das die Eine Millionen mehr oder weniger nicht juckt
Und du dir bei 20 Millionen mehr, immer noch unsterblich scheinst

Irgendwann hast du das Wort Fotze
So oft und so laut gesagt und gehört
Das es dir vorkommt wie JA und NEIN
Und wie ein HALLO über die Lippen geht

Irgendwann hat dein Chef
Dich so oft verarscht und du gebuckelt
Das ihr beide glaubt das du darauf stehst
Und du eigentlich auch seine, ach vergiss es

Irgendwann hat deine Hand
So oft nach deiner Alten geschlagen
Das du glaubst ihr macht das nichts mehr aus
Und du mal was härteres ausprobieren könntest

Irgendwann ist so oft, zu oft
Und du willst mal austeilen
schaffst es aber bloß bis zum Bierkasten
Und denkst das es Irgendwann von alleine aufhört
zu oft zu sein

6.12.o9
HvG

[Fußnote: häusliche Gewalt wird zu gleichen Teilen von Männern und Frauen ausgeübt. Zahlreiche Studien belegen dies.]
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2009 Summer of Revolution

Irgendwie hängt etwas revolutionäres in der Luft, jenseits von dem Geraune und Gefasel das was brennen müsse, das was passieren müsse, das endlich jemand was machen müsse. Dieser Jemand sollten natürlich jemand anderes sein, der von uns dann kollektiv in den Nachrichten bewundert werden würde und natürlich nicht nur in unserem Geiste handelt sondern auch noch einer von uns sein muß, damit wir uns dann kollektiv rühmen könnten etwas unternommen zu haben, Anteil an etwas großen gehabt zu haben, wie das letzte mal bei der friedlichen Revolution 89. Der jetzt mit einem unrühmlich überdimensionalem Graffiti durch einen abgehalfterten Schmierteufel gedacht werden soll, der schon manch andere Hauswand nach Art der Kindergartenpinselei verschandeln durfte. Jeden in Leipzig ankommenden und aus dem größten Sackbahnhof Europas tretenden soll es berührend ins Auge fallen, was anderswo eine Anzeige mit Sozialstunden einbringt. Aber nicht nur ein Sinn für die Künste des Schönen sind uns abhanden gekommen auch der revolutionäre Gedanke. Wie 89 so auch heut würden sich gern viele einander eine Beteiligung zu versichern die ausschließlich am Fernsehgerät erfolgte. Während in Leipzig ca. 20000 Bürger demonstrierten und in Berlin schließlich auch mal 5000 sich versammelten, beteuern doch mittlerweile über 3 Millionen Menschen einst ihren Ruf nach Freiheit und Gerechtigkeit über den Augustusplatz und den Alexanderplatz schallen gelassen zu haben. Wie Damals so auch jetzt hoffen viele mit einer berechtigten Mischung aus Wut und Ohnmacht im Hals das einer aufsteht und was für sie macht, aufsteht und es für sie macht. Dieser Jemand hätte zum Beispiel einen Kopfsteinpflasterstein an den Kopf des ehemaligen Oberpostboten Klaus Zumwinkel werfen könnt als dieser feist grinsend das Gericht verließ, oder auch dem Kopf von Deutschen Bank Chef Josef Ackermann, der für ein paar Milliarden Peanuts die Deutsche Wirtschaft in den Dreck fuhr. Nicht allein, das ist klar. Wenn genug der Verantwortlichen die Rechnung ihres Handelns am eigenen Leib austragen müssten, bzw. ihren Kopf verlören würde vielleicht der ein oder andere verfluchte Manager ein wenig vorsichtiger an risikoreiche Deals herantreten, da auch für ihn ein gewisses Risiko besteht.
Aber wenn man sich eines in diesen Zeiten sicher sein kann dann ist es der Tiefschlaf eines jeden revolutionären Gedankens. Dieser dümpelt faul mit uns am Meer und wie Achilleus und seine Myrmidonen stürmen die Wellen meine Füße am Strand der Schweinebucht oder romantischer ausgedrückt, Bahía de Cochinos. Wo einst die Konterrevolution, Fidels Cuba zurück in den verschwitzen Schoß der Vereinigten Staaten oder romantischer, de los Estados Unidos, holen wollte. Dort am Playa Girón, wo jeder gut Informierte geistige Revoluzzer seinen Urlaub zwischen Museen und braungebrannten zigarrenpaffenden Schönheiten verbringt, streifen sein Gedanken an die heimatlichen Strände wo ganz Deutschland von inhaltsleeren Losungen des anstehenden Wahlkampfs überflutet wird und man die sozialen Interessen von Schwarz/Braun und Rot/Rot kaum noch unterscheiden kann und wo Kneipenparolenschreihälse der CDU mit einer Naziwahl einen Denkzettel versetzen wollen, ohne zu merken das wenn man den kleinen Bruder seine Stimme gibt die große Schwester das nicht verärgert. Wie aber wäre die Führerin von Deutschland verwirrt wenn die Linken sich ihre Prozente wegschnappen würden.
Das würde sich nicht gut machen im Lebenslauf der gebürtigen erzkonservativen Christin, die schon in Studiumszeiten sich der Physik verschrieb und ihrem Glauben abschwor um in der FDJ nach ganz Links oben aufzusteigen um dann nach der Wende sich reumütig an Helmut Kohls Busen zu reiben. Dieser ist natürlich in unseren Augen auch ein Kopfsteinpflastersteinkandidat.
In manchen deutschen Großstädten wird man laut an die schönen Urlaubstage zurückerinnert, denn da demonstrieren wieder Menschen, aber nach kurzen beäugen stellt sich meist heraus das diese harmlose Formation nicht den gewünschten Umschwung herbeizaubern wird sondern Aufmerksamkeit und vielmehr noch die finanzielle Zuwendung sammelt. Wie auf den Transparenten zu entziffern ist begehrt man die Freilassung und Rehabilitation der Miami Five. Die Fünf Exilkubaner unterwanderten seit Anfang der 90er Jahre exilkubanische terroristische Gruppen in Südflorida und informierten die kubanischen Behörden über deren geplante Terroranschläge auf Kuba. So verheißen es die Informationsbroschüren der Kundgebungsteilnehmer, die Kontonummer ist gut sichtbar im Frontbereich hervorgehoben. Für was kann man denn da demnächst noch auf die Plätze dieses Landes ziehen um ein paar Peanuts nebenbei zu machen um ein Kreditgespräch bei der nächsten sich mit hohen Zinsen anbiedernden Bank zu vermeiden. Vielleicht die Bogota Twins oder die Warszawa Nine, die Leipzig Four oder die Plagwitz Seven?. Helfen sie mit, die Sieben Exillindenauer haben ihr Leben in Plagwitzer und Schleußiger Bars und Kaschemmen eingesetzt um Kultur in den Leipziger Westen zu bringen, der sich doch fest in der Hand der HGB-Studenten, Westwerk-Artists und der Wächterhäusergesellschaft befindet. Diese hat es geschafft wertvolle Räumlichkeiten, die zur kulturellen Nutzung gedacht waren mit Mietern und Untermietern, mit Tuchhändlern und Kerzenziehern, mit Schmuddelgastro und Schiffbruch verheißenden Projekten zu füllen um in 5 bis 7 Jahren vollsanierte Häuser an die Besitzer übergeben zu können. Bei diesem Unterfangen sind Kulturvereine oder ernsthafte Kunstschaffende natürlich ein gefährliches Risiko dessen man sich gern im Vorfeld schon entledigt, denn der Fall des „Kultiviert Anders“ hat gezeigt wie widerspenstig erfolgreiche Konzepte werden können und wie viel Aufmerksamkeit in der Bevölkerung diese mobilisieren können und wie schwer sich das einzig etablierte Kulturprojekt aus dem Wächterhauskonstrukt entfernen ließ. Diese Sieben Exillindenauer die versucht hatten Kreativität jenseits der Karl Heine Straße zu etablieren sitzen nun in Westwerkkellern inhaftiert und müssen eine harte und ungerechte Strafe absitzen, als kleiner Zeitvertreib bleibt ihnen nur das nageln von Keilrahmen und das anrühren von Farben für die Maler der in der Baumwollspinnerei. Wer sich berufen fühlt und helfen will kaufe bitte möglichst viele Gemälde von Neo Rauch oder einem seiner Leipziger Schule HGB Klonen oder überweiße direkt auf das Konto des Wächterhäusersyndikats. Ob das dann für originelle, kreative oder fortschrittliche Zwecke eingesetzt wird bleibt zu bedenken, denn der revolutionäre Gedanke ist genauso sanierungsbedürftig wie die Gebäude der Gießer 16 und so verworren und verschachtelt wie die Instanzen und Reglementierungen im Conne Island. Auf dem Augustusplatz, wo sich der Wiederstand formierte wird jetzt an der Stelle des schönen Marxreliefs eine Kirche gebaut die eine Uni sein soll und wie ein Gotteshaus erscheint, aber als solches eigentlich nicht nutzbar ist. Von wem auch, denn Frau Merkel kommt eher selten nach Leipzig und auch beten wird ihr schwer fallen im Hause ihrer Kariere als FDJ-Leitungsmitglied wo sie FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda war, und nach schlechten Erfahrungen nur noch „Kulturfunktionärin” dazu sagt. Das die Sprengung der Paulikirche ein Unrecht war sei unbestritten doch die Dinge und die Welt sind einem stetigem Wandel unterlegen, der ein Andenken rechtfertigt aber Geschehenes nicht annullieren kann. Die Geschichte ist nicht zurückzudrehen und auch durch einen viel zu teuren Bau eines Klotzes der sich ans Bein der Uni schmiegt lässt sich das verlorene nicht zurückholen. Genauso wenig wird ein U-Bahn Tunnel diese Stadt in die Zukunft katapultieren. Bei den bislang angelaufenen Kosten wird der Fahrpreis sich zwischen unermesslich und untragbar einpendeln, wer sollte den da noch mit fahren wollen? Auch darf bezweifelt werden das Touristen zuhauf einreiten um dieses Fahrunternehmen als Attraktion zu benutzen, hinzu kommt das es ja keine Haltestelle an der Kleinmesse gibt und da es keine Verbindung zwischen beiden gibt werden die Menschen das eine nicht mit dem andern verbinden. Obwohl ja Geld keine Rolle zu spielen scheint werden wichtige Ziele dieser Stadt nicht mit Metrobahnhöfen bedacht, so bleibt der Westen sowie der Osten als auch der Süden unerreichbar für Kulturinteressierte, ebenso wenig erreicht diese Gebiete der Fördersegen des Kulturdezernates, das seine Augen auf die überschätzte und übervorteilte öffentlich rechtlich Kultur lenkt und nur die Krumen die von den großen übersubventionierten Kulturbetrieben abfallen verächtlich in Richtung Rand schnippt, wie immer man diesen auch bezeichnen mag. Auch wenig Beachtung findet das freie Radio von Leipzig, genannt „Radio Blau“. Während die Zuständige Stelle für Kultur diesen Umstand lieber dem Bildungsdezernat zuordnet läßt sich leicht erraten wo dieses das Thema lieber angesiedelt sieht. Eine Förderung dieses Alternativen Sprachrohrs für Jedermann ist ja nicht im Interesse dieser Stadt, denn schon die verhinderte Verhökerungsaktion der Stadtwerke hat gezeigt das mit dem Freien Radio unliebsame Informationen zum Bürger transferiert werden konnten. Eine weitere Institution wäre die SLM, Sächsische Landesmedienanstalt, die aber mehr Geld für ein Sommerfest ausgibt als sie bei „Radio Blau“ Investieren müsste, um dieses zu erhalten. Den Vertretern der gutfinanzierten Privaten und Öffentlichen Sender Sachsens wurde ein Easy listening Duo zum Buffet geboten, dem es noch gelang langsamen Easy listening Songs abzubremsen. Wahrscheinlich ein gutgebremster Wink mit dem Slowmotion Zaunspfahl in Richtung Vertreter das freien Rundfunks. Die ersten Anzeichen einer Diktatur sind das aus- oder gleichschalten der freien Presse. Vielleicht glaubt man in den richtigen Gremien, das wenn man den Funk behindert auch den Funken der Revolution erstickt, aber 1917 begann die russische Revolution mit einem Kanonenschuss des Panzerkreuzer Aurora in St. Petersburg und die französische Julirevolution von 1830 und die deutsche Novemberrevolution von 1918/19 fanden ohne Radio statt das es erst seit 1923 öffentlichen Rundfunk gab könne wir davon ausgehen das der Wille und Gedanke des Umbruchs sich auch so durchsetzt, den höchste Zeit wäre es schon. Bevor die Falschen dies umsetzten und es zu sehr auf die rechte Seite umbrechen oder Schäuble die letzten freien Kanäle auch noch dicht macht sollten ein paar Kopfsteinpflasterstein bereitgelegt werden.

19.9.o9 HvG

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Abwesenheit von Geräusch

Stille müsste ein Gefäß sein
um den Hals
aus dem trinke man
den Verlust der Klänge
das versagen von Lauten
klar und rein
geschöpft aus einem Brunnen
tief unter Fels

Die Stille müsste eine CD sein
die man einlegt
einschaltet, abspielt
und alle Töne wären
von ihr übertönt

Stille müsste ein Gefühl sein
wie Traurigkeit
oder Freude
wenn auf bestimmte weise
das Herz gerührt wird
empfindet man
tiefe oder große
Stille

13.6.o9
HvG

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Radio

An den Schritten erkennt man die Menschen, so wie sie sich nie sehen würden. Ob sie in Eile sind oder sich Zeit lassen oder nehmen. Ob sie in Gedanken sind oder ein festes Ziel haben. Schritte erzählen nicht viel über unwichtige Dinge wie die Hautfarbe oder welches Auto man fährt, vielmehr können sie vom Stand des Menschen berichten und über seinen Charakter und seine Empfindungen.
Am Gang erkennt man, ob man wahrgenommen wird oder ob die Anderen keine Augen für das Rundherum haben.
Wenn sie den Raum betrat, wusste er alles über sie und vieles über sich. Er erkannte daran wie sie ging, ob sie ihm etwas schönes mitteilen würde und ob er es mit ihr teilen könne oder sich nur für sie freuen solle, ob sie eine Frage zu ihm bringen würde und ob sie für ihn leicht oder schwer zu beantworten sein würde, ob sie sich um ihn sorgte oder ob er sich um sie Gedanken würde machen müssen, ob ihr etwas schlimmes widerfahren war oder ihr noch bevorstehen würde. Er wusste es immer schon, bevor sie an seinem Rollstuhl stand und ihm ihre Hand auf den Arm legte.
Man kann seine Mimik und Gestik so verändern und spielen, dass ein Gegenüber getäuscht wird, dafür muss man nicht mal ein begnadeter Schauspieler sein, nur genügend Menschen in Aktion erlebt haben. Die Gesellschaft lehrt ihre Kinder sehr schnell und gründlich, wie sie sich zu verhalten haben, um in dieser Welt nicht aufzufallen oder anzuecken. Wie man auszusehen hat und wann ein Lächeln oder eine Faust Türen öffnet oder schließt. Es ist möglich, seine Stimme nach jeder Gemütslage klingen zu lassen und die Umwelt zu falschen Annahmen zu führen, doch die Schritte verraten einen, genau wie sein Atem. Die meisten Menschen sind bei Licht damit beschäftigt, ihrem Umfeld eine Oberfläche vorzuspielen, die soviel Konzentration erfordert, dass keine Zeit und keine Anstrengung darauf verwendet wird, seinen Gang oder seine Atmung zu regulieren. Im Dunkel aber achten sie vermehrt auf jedes Geräusch.
In der Dunkelheit, in der er zu leben verdammt ist, sind Geräusche das Einzige, was ihm erzählen kann.
Oft lasen seine Finger ihre Tränen, die er kommen sah, noch vor seinen Händen, noch vor ihr. Er hatte aufgehört, sich das Datum zu merken und wann er hierher gebracht wurde, es war bedeutungslos wenn man nicht wusste, wie viel Zeit noch vor einem lag. Nur Ziele vermögen es Hoffnung zu schüren, Ziele, die ein Ende oder einen Anfang von etwas zeigen - warum sollte man auf etwas hoffen und warten, das man zeitlich nicht benennen kann? Darum wusste er auch nicht, wie lange sie ihn schon besuchen kam und wie oft ihre Tränen das Einzige waren, was sie daließ. In der Zeit, in der sie nicht da war, kreisten die Gründe in seinem Kopf, warum er ihr nicht alles sagen sollte. Die Zeit in der sie fehlte, empfand er als länger und somit unangenehmer als die gemeinsame. Auf ihr Eintreffen zu warten hatte er sich - wie das Datum - abgewöhnt. Er wünschte sich nicht, dass sie traurig ist, auch wenn dann sein Finger ihr Gesicht berühren durften und ihre Hand mehr als nur seinen Arm ergriff; er wünschte sich für sie Glück und Freude, auch wenn sie dadurch ferner war. Manchmal könnte ihr Kommen und Gehen ihn aus dem Gleichgewicht bringen, und er würde es nicht als froh bezeichnen, aber beruhigend, dass er in diesem Ding saß, denn seine Tritte konnten schon lange nichts mehr über ihn sagen.
Was nützten seine Wünsche in ihrem Leben, fragte er sich, und was wären er und sie, wenn er nicht hier bleiben müsste. Wer wäre er, wenn sie nicht mehr kommen würde, wenn es nichts mehr gäbe, für das man sich das Warten aus dem Kopf schlagen müsste. Wenn das Lauschen in die Flure, Treppenhäuser, anderen Zimmer und das Klappern beim Mittagsessen alles ist was bliebe.
Die viele Wahrheit, die die Menschen unter ihren Sohlen verborgen glaubten, schmerzte ihn. Dann würde er gern aufstehen und hin oder weggehen. Doch er tauchte unter die Kopfhörer seines Radios und suchte ein Rauschen zwischen den Sendern, ein Rauschen wie Regen oder wie Meer.

2.11.o9
HvG

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Tunichtgut und Habenix

Mhm alles Scheiße Zuhause Langweilig wie Sau Blick in die Zeitung Im Dingsda is Lesung Umsonst na ja Eintritt frei heißt das bei denen hoffentlich was lustiges wäre gut, wegen Zustand vorher Pflichtvorglühen billiges Bier muss rann Plaste von Penny is billiger aber Sterni vom Kiosk näher liegt aufm Weg unterwegs Dope fürn Zwanni wegen Zustand vorm Dingsda was rauchen Bier im Gebüsch verstecken Früher war Lesung noch im Irgendwo war besser dort konnte man Bier mit reinschmuggeln ging aber irgendwie schnell Pleite der Laden war eigentlich immer schön da Es geht los am Anfang so’n Typ mit langweiligen Gedichten Anfänger mit Lispeln is nur bisschen lustig dann so ne Frau mit Anspruchsvollen Mist da konnte man schön quatschen und in der kostenlosen Zeitung blättern die hat sich oft verlesen konnte man gut sehen erste Reihe und so zwischen durch immer mal wieder raus was rauchen und Bier wegen Zustand dann endlich ein witziger Typ vor lachen auf Schenkel gekloppt auf alle auch seine Mensch der war gut dann Böse geguckt als der Hut rumging Habenix hatte nix mit Tunichtgut hat 13 Cent reingelegt in kleinen Münzen und 15 Euro rausgefischt in kleinen Scheinen Strafe muß sein stand ja Umsonst dran drausen trotzdem guter Fang sonst liegt meist nur Mosch drin alles Geizkragen alle gibt nichmal Freibier wenn so lustig is und dann noch Hut Halsabschneider alle und dann wolln die keine Lesung mehr machen lohn sich nich meinte der Chef soll sich schämen aber machtnix hamm ja jetzt Kohle für den Spätshop ab ins Anderswo vorher was rauchen und Bier verstecken hier spielt heut ne Lokalband da is mehr im Hut.

12.6.o9
HvG

Derzeit liegen keine Termine an.